SKK1982 - Internetpräsenz des Schachklubs 1982 Klingenberg e.V. - Spielberichte I

Spielberichte I Saison 2018/19

 

5. Spieltag: Klingenberg I - Schwandorf I   4-4

Der umkämpfte Mannschaftskampf gegen unsere Gäste aus Schwandorf resultierte in einem 4-4.

Geburtstagskind Robert überzeugte mit den weißen Steinen gegen Modernes Benoni. Der typische Hebel e4-e5 öffnete die Linien für die Figuren und wenig später kam es zum entscheidenden Einschlag auf f7. 1-0

Walter spielte gegen die Beschleunigte Drachenvariante, wurde aber von dem gegnerischen Subsystem 8...a5/9...Sg4 überrascht. So konnte der Nachziehende seine Eröffnungsprobleme vollständig lösen und hatte mit seinem Läuferpaar das bessere Spiel. Ungeachtet dessen akzeptierte der Schwandorfer Walters Friedensangebot im 23. Zug. 1.5 - 0.5

Am zweiten Brett ergab sich bei Tobias ein typisches Szenario der Symmetrischen Englischen Eröffnung, in dem beide Seiten mit b2-b4 bzw. ...b7-b5 expandierten. Insgesamt war die Stellung immer einigermaßen ausgeglichen, beim Übergang in ein sehr remisliches Endspiel einigte man sich auf Unentschieden. 2-1

Bernd wurde mit dem gefährlichen Gambitzug 7.d5 gegen die Damenindische Verteidigung konfrontiert und er konnte in der Eröffnung nicht ausgleichen. Als er später im Mittelspiel den Damentausch erzwingen konnte, war die Lage aber wieder unklar. Leider folgte dann wenig später ein grober taktischer Patzer, der Bernd eine Figur und somit die Partie kostete. 2-2

Am Nebenbrett stand der Nachziehende aufgrund Klaus L.s missglückter Eröffnung bereits nach 10 Zügen auf Gewinn, verpasste es nach 17.Sc3 aber, den Sack mit 17...Dxa1 endgültig zuzumachen. So dauerte die Partie noch deutlich länger, am Ende behielt Schwarz dennoch die Oberhand. 2-3

Jürgen kam mit Altindisch gegen das etwas zahnlose 8.dxe5 sehr gut aus der Eröffnung, unterschätzte später jedoch die starke Ressource 21.Sd5! wonach Weiß strukturell klar besser stand. Aufgrund der Mannschaftssituation war Jürgen gezwungen, die Partie dennoch aggressiv zu behandeln und in der Tat gelang ihm vor der Zeitkontrolle am Königsflügel ein entscheidender Schlag. 3-3

An Brett 3 erhielt Klaus K. gegen die Réti-Eröffnung eine vorteilhafte Position, doch im Mittelspiel gelang es Weiß, nahezu alle Fronten zu schließen. Ohne offene Linien bzw. sinnvolle Bauernhebel musste Klaus schließlich in ein Remis einwilligen. 3.5 - 3.5

Am ersten Brett ergab sich in der Richter-Rauzer-Variante ein taktisches Feuerwerk, doch nach der starken theoretischen Neuerung 16...Tc8! bekam Fabian Oberwasser. Nach dem Damentausch stand der schwarze Vorteil zunächst außer Frage. Mit 29...f5? startete Fabian einen überoptimistischen Angriffsversuch, wurde wenig später von 35.Sc4! aber wieder zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht (taktische Begründung 35...Lc1 36.Sd6+ Ke7 37.Sxe4! fxe4 38.Td4!). Nach Neueinschätzung der Lage galt es nun, die Partie mit einem Minusbauern zu verteidigen. Obwohl dies ursprünglich sehr schwierig schien, gelang es Fabian schließlich die Remistendenzen im Turmendspiel auszunutzen, wonach die Partie und auch der Mannschaftskampf unentschieden endeten. 4-4

 

 

 

[Fabian Englert]

 

 

 

 

4. Spieltag: Bamberg I - Klingenberg I   5-3

In Runde 4 unterlagen wir in Bamberg mit 3-5.

Am vierten Brett unterlief Walter in der Eröffnung eine Ungenauigkeit, die ihn einen Bauern kostete. Doch in der Folge gelang es ihm, die Lage zu verkomplizieren und das materielle Gleichgewicht wiederherzustellen. Am Ende unterlief dem Anziehenden sogar ein grober Fehler, der Walter unerwartet den ganzen Punkt einbrachte. 1-0

Tobias spielte gegen die Alapin-Variante und erhielt eine gute Stellung in einem damenlosen Mittelspiel. Ein erstes Remisangebot des Bambergers lehnte Tobias zwar ab, doch wenig später verflachte die Stellung weiter und man einigte sich doch auf die Punkteteilung. 1.5 - 0.5

Am achten Brett spielte Simon gegen einen 3 Jahre jüngeren Gegner. Letzterer ging forsch zu Werke und erreichte eine starke Angriffstellung, gegen die sich Simon schließlich geschlagen geben musste. 1.5 - 1.5

Fabian erhielt nach der Eröffnung eine vielversprechende Stellung, doch verkalkulierte er sich später bei einem Figurenopfer: 14.Sxh7 (?) schien auf den ersten Blick durchzuschlagen, da nach 14...Kxh7 15.fxg6+ Kxg6 16.Sf4+ Kf7 17.Dh5+ Schwarz nur die Wahl zwischen 17...Ke7 18.Sd5+ mit entscheidender weißer Initiative und 17...Kg8 18.Dd5+ mit Verlust des Sc6 hat. Doch in letzter Variante versteckte sich der Haken: 17...Kg8! 18.Dd5+ Tf7! 19.Dxc6 Lb7! mit Damenfang! - schwer zu sagen, ob Schwarz dies bei 13...f6 bereits kommen sah oder ob er das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Jedenfalls musste Fabian nach 17...Kg8! umdisponieren, erreichte aber nie ausreichende Kompensation für die geopferte Figur und unterlag später gegen eine äußerst präzise schwarze Verteidigungsleistung. 1.5 - 2.5

Bernd erreichte einen Achtungserfolg mit einem Remis gegen seinen nominell klar favorisierten Gegner. Die Partie war durchwegs taktisch sehr komplex, später ergab sich ein Endspiel mit je Turm + Leichtfigur + 2 Bauern, in dem Bernd die Qualität gewann. Doch leider vermochte der Schwarze dank seines entfernten Freibauerns doch das Remis zu halten. 2-3

Klaus K. wählte ähnlich wie Fabian eine sehr aggressive Eröffnungsstrategie, doch auch er zog leider den Kürzeren, da sein doppeltes Bauernopfer nicht durchschlug und der Nachziehende gut verteidigte. 2-4

Klaus L. erreichte mit Caro-Kann gegen die Vorstoßvariante eine strategisch vorteilhafte Stellung, musste sich schlussendlich aber mit Remis begnügen. 2.5 - 4.5

Ebenfalls Unentschieden endete Jürgens Partie später im Turmendspiel. Jürgen wählte das Botwinnik-System der Englischen Eröffnung und nach einem schwerblütigen strategischen Kampf war die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis. 3-5

 

 

[Fabian Englert]

 

 

 

 

3. Spieltag: Klingenberg I - Forchheim I   2.5 - 5.5

Gegen die Forchheimer Erste kassierten wir heute eine deutliche Niederlage.

Fabians Gegner erschien nicht, was nach 1 Stunde in einem kampflosen Sieg für uns resultierte. 1-0

Tobias einigte sich nach der Eröffnung in ausgeglichener Lage mit seinem routinierten Gegner auf Remis. 1.5 - 0.5

Am dritten Brett kam Klaus K. gegen 5.c4 im Paulsen-Sizilianer nicht so gut aus der Eröffnung. Das weiße Läuferpaar und dessen Raumvorteil am Königsflügel sicherten dem Forchheimer langfristigen Vorteil. Nach und nach konnte Weiß seine Vorteile ummünzen. 1.5 - 1.5

Robert spielte eine der kritischen Hauptvarianten gegen Grünfeldindisch. Nach Damentausch erreichte er schließlich eine aussichtsreiche Stellung, doch der taktische Fehler 33.dxe6?? machte alle vorige Arbeit zunichte. 1.5 - 2.5

Am Nebenbrett konnte Bernd mit den schwarzen Steinen in der Eröffnung nicht ausgleichen, bekam im Mittelspiel dann aber noch gewisse Chancen. Doch nach etwas zu verhaltenem Spiel von Bernd konnte Weiß seine Streitkräfte aktivieren und am Königsflügel entscheidend durchbrechen. 1.5 - 3.5

Klaus L. opferte in der Eröffnung einen Zentralbauern, doch Schwarz antwortete stark mit 13...0-0-0! Zwar gewann Klaus den geopferten Bauern kurzfristig zurück, doch lagen dann sämtliche positionellen Vorteile bei Schwarz, welche dieser sicher verwertete. 1.5 - 4.5

Walter traf auf einen gegen sein Belgrader Gambit gut vorbereiteten Gegner. Neben der Tatsache, dass Schwarz eine günstige Eröffnungsstellung erhielt, bewies dieser noch eine sehr gute taktische Aufmerksamkeit. Nach 17...Lh3! begann die weiße Stellung auseinanderzufallen und der Nachziehende gab Walter keine Chance, ins Spiel zurückzukommen. 1.5 - 5.5

Jürgen erhielt ungeachtet seiner recht passiven Eröffnung bald eine fantastische Stellung.13.f5?! c5! ebnete Schwarz den Weg zu einer massiven Damenflügelinitiative. Trotz knapper Zeit und durchwegs komplizierter Stellung behielt Jürgen stets die Oberhand und gewann schließlich mittels Figurenopfer dank der Kraft seines Freibauernduos. 2.5 - 5.5

 

 

[Fabian Englert]

 

 

 

 

2. Spieltag: Noris-Tarrasch Nürnberg II - Klingenberg I   4-4

In einer sehr umkämpften Begegnung erreichten wir gegen Noris-Tarrasch Nürnberg 2 unseren ersten Mannschaftspunkt der Saison.

Bernd landete schnell in einem damenlosen Mittelspiel und konnte seinem Gegner aufgrund der symmetrischen Struktur keine ernsthaften Schwierigkeiten bereiten. Nach 15 Zügen folgte der Handschlag. 0.5 - 0.5

Jürgen erreichte mit seiner Englischen Eröffnung eine fantastische Mittelspielstellung (z.B. nach 18.0-0). Mit seinem starken Läuferpaar und der Königsflügelmajorität hatte er die wichtigsten Trümpfe in der Hand, beging dann jedoch mit 24.f3?? einen groben Fehler. Schwarz nutzte dies zwar mittels 24...Sxd5 korrekterweise aus, doch kam dieser schon im nächsten Zug vom rechten Pfad ab. Mit 25...Sb4? stellte Schwarz seinen Springer ins Abseits, wonach Jürgens Königsangriff außer Kontrolle geriet und ihm einen baldigen Sieg brachte. 1.5 - 0.5

Am sechsten Brett bestrafte Klaus L. das gegnerische Eröffnungsexperiment 1.e4 c6 2.e5?! und erspielte sich nach sieben Zügen als Schwarzer buchstäblich den Anzugsvorteil.
Doch leider zog Klaus dennoch im taktischen Scharmützel des Mittelspiels den Kürzeren und landete schließlich in einem verlorenen Turmendspiel. 1.5 - 1.5

An Brett 1 spielte Fabian endlich einmal wieder eine Partie, mit der er uneingeschränkt zufrieden sein konnte. Den gegnerischen Eröffnungsfehler 5...Da5? nutzte er mittels 6.Lxf6 gxf6 7.d5! präzise aus. Somit hatte Fabian bald die ewige Kontrolle über den weißen Felderkomplex erlangt und dann hieß es, die gegnerischen Schwindelchancen ins Leere laufen zu lassen und mit Volldampf dem Sieg entgegenzusteuern. 2.5 - 1.5

Robert bewies gutes Spielverständnis in seiner Igelstruktur und führte die bewährten Pläne bis einschließlich 17...Da8! aus. Wie es bekanntermaßen in dieser Eröffnung schnell passieren kann, war es auch hier Weiß, der seine Stellung überstrapazierte. Nach 28.Sb5 wäre sowohl die Fesselung des Sb5 mittels 28...Db8/Db7 als auch der simple Abtausch 28...Lxb5 klar zu Roberts Gunsten gewesen. Doch mit 28...Tc6?? stellte Robert die Qualität ein und verlor in der Folge dann völlig den Faden. Schade, hier war deutlich mehr drin! 2.5 - 2.5

Walter demonstrierte sehr gute theoretische Kenntnisse gegen das Sizilianische Flügelgambit seines Gegners. Das Eröffnungsduell gewann Schwarz klar, selbst ungeachtet seines Mehrbauern machte Walters Position den harmonischeren Eindruck und so stand Walter nach ca. 25 Zügen bereits haushoch auf Gewinn. Doch dann begann eine sehr schleppende Phase der Vorteilsverwertung, wie Walter später selbst zugab. Unter dem Strich war der schwarze Sieg aber nie ernsthaft gefährdet und wir Zuschauer durften am Ende sogar den klassischen "Brückenbau" bewundern ;-) 3.5 - 2.5

Am zweiten Brett wurde Tobias mit dem relativ seltenen 2.b3 gegen seine Sizilianische Verteidigung konfrontiert. Im Mittelspiel sicherte er sich mehr und mehr Spielanteile. Sehr stark war die Sequenz 39...Te2! 40.Dxa7 Dc2!, insbesondere da Tobias dies unter Zeitdruck fand. Doch nach der Zeitkontrolle schlichen sich dann leider doch ein paar Ungenauigkeiten in Tobias' Spiel ein und Weiß konnte schließlich mittels Turmopfer nebst Dauerschach aus der vorigen Verluststellung entkommen. 4-3

Klaus K. spielte ein theoretisch sehr respektables System gegen die Leningrader Variante im Holländer und erreichte bald gewissen Positionsvorteil. Seine Kontrolle über die einzig offene b-Linie war der wichtigste Aspekt in der Stellung, doch dann ließ Klaus unnötigerweise mittels 35.Tdb2? Dd1+ Gegenspiel zu. Klaus wich der direkten Zugwiederholung aus, doch später erwies sich sein König als zu exponiert und Schwarz übernahm entscheidend die Initiative. Zwar fand der Nachziehende kein Matt, doch konnte er in ein klar gewonnenes Turmendspiel abwickeln. 4-4

Auf dem Papier können wir mit diesem Unentschieden sicherlich zufrieden sein, doch anhand des heutigen Spielverlaufs beschleicht einen doch das Gefühl, dass da bestimmt noch mehr drin war.
 

 

 

[Fabian Englert]

 

 

 

 

1. Spieltag: Klingenberg I - Nürnberg Süd I   2.5 - 5.5

Zum Saisonauftakt erwartete uns mit Nürnberg Süd eine sehr schwierige Aufgabe. Unsere mittelfränkischen Gäste reisten gut vorbereitet und in starker Aufstellung an (sie stellten in Runde 1 nach Durchschnittsrating klar das stärkste Team der Liga). So sah es zwischenzeitlich für uns zwar nicht chancenlos aus, doch am Ende hatten wir wie zu erwarten eine recht klare Niederlage zu verzeichnen.

An Brett 7 kam Bernd mit den schwarzen Steinen gegen das Läuferspiel ungünstig aus der Eröffnung. Im Mittelspiel startete seine Gegnerin eine starke Königsflügelinitiative, die entscheidend durchschlug. 0-1

Tobias erlangte mit dem Réti-System eine zentrale Druckstellung und drängte die schwarzen Leichtfiguren mehr und mehr zurück. Auch nach dem Damentausch hielt der weiße Vorteil an und Tobias erzielte in den nun folgenden taktischen Komplikationen entscheidenden Materialgewinn. 1-1

Am fünften Brett hatte Jürgen nach der Eröffnungsphase konstant leichten Nachteil, da Weiß Raumvorteil, Zentrumsmehrheit und die etwas aktivereren Figuren besaß. Als dann mit 16...c5? eine Fehlentscheidung folgte, erreichte der Anziehende kritischen Vorteil und ließ sich den vollen Punkt nicht mehr nehmen. 1-2

Robert war nominell der größte Außenseiter (sein Gegner spielte vor einigen Jahren noch Brett 1!), doch war die Stellung, die Robert gegen die Tarrasch-Verteidigung herausholte, ursprünglich sehr gut. Doch dann konnte sich Schwarz zunächst mittels 21...c5 befreien und wenig später Roberts taktischen Fehler 26.Sxe6?? (statt 26.Txe6! fxe6! 27.Sb3/Lb4 mit Remisstellung nach weiterer Vereinfachung) ausnutzen und eine Figur gewinnen. 1-3

Klaus L. erreichte im Mittelspiel zunächst eine vielversprechende Angriffsstellung bei heterogenen Rochaden. Leider griff er dann aber mit 21.Le3? fehl, wonach Schwarz die Initiative übernahm, in der Folge in ein vorteilhaftes Endspiel kam und dieses schließlich verwertete. 1-4

An Brett 3 kam Klaus K. mit guter Stellung aus der Eröffnung und vor allem sein signifikantes Bedenkzeitplus (ca. 1 Stunde gegen 20 Minuten des Gegners) ließ uns hoffen. Doch Klaus wickelte mit 19...De5? ungünstig ab, wonach er zunehmend in Nachteil geriet. Nach 25.Sc4! Td4 besaß Weiß eine positionelle Gewinnstellung und musste eigentlich nur noch 26.a5! finden. Stattdessen ließ sich der Anziehende von 26.Sxe5? verführen, wonach Klaus mittels 26...Lxe4! die Lage wieder verkomplizieren konnte. Daraufhin verlor der Anziehende den Faden (vermutlich auch wegen des Zeitdrucks) und Klaus konnte noch vor der Zeitkontrolle die Partie für sich entscheiden. 2-4

In komplexer Mittelspielstellung war Fabian vor allem darauf bedacht, die gegnerischen Angriffsabsichten zu unterbinden, was auch gelang. Als er den Damentausch erzwingen konnte, bekam Schwarz dann etwas Oberwasser. Die kritische Stellung entstand im Turmendspiel, als Fabian gegen den scheinbar guten prophylaktischen Zug 46.Kf4(?) das irrwitzige, aber bärenstarke 46...Th6!! fand. Doch nach 47.Kg3 gab er sich vorschnell damit zufrieden, das g5-Feld für seinen König freigekämpft zu haben und nach 47...Th1? 48.Txe6+ Kg5 war die Stellung wieder objektiv Remis, was Weiß auch schön demonstrierte (51.Tf7!=). Nach 46...Th6!! 47.Kg3 hätte Schwarz gewinnen können mit folgender sehr präzisen Sequenz: 47...b4! (der e6-Bauer ist ja immer noch tabu!) 48.Tb7 Th1! 49.Txb4 h5!! was mittelfristig im Gewinn des e5-Bauern und somit einer technischen Gewinnstellung resultiert - tja, Turmendspiele sind nicht immer einfach! 2.5 - 4.5

Walter wurde von der McCutcheon-Variante im Franzosen überrascht, erlangte im Mittelspiel aber eine sehr gute, wenn auch aus praktischer Sicht unklare, Stellung. Nach dem Damentausch erlangte Schwarz ein vorteilhaftes Turmendspiel, spielte aber nicht sonderlich genau (man vergleiche nur die Stellungen nach 33...Kf8-+ und 37...Tdd7 =+). Leider verpasste es Walter später, mit 56.f5+! Kg5 57.fxe6 hxg4+ 58.Ke4! fxe6 59.Txe6 bzw. dem zugegeben schwierigen 61.f5! exf5 62.Kf4! das Remis zu sichern und musste sich letztlich geschlagen geben. 2.5 - 5.5
  

 

 

[Fabian Englert]

 

 

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