SKK1982 - Internetpräsenz des Schachklubs 1982 Klingenberg e.V. - Spielberichte II

Spielberichte II Saison 2018/19

 

3. Spieltag: Klingenberg I - Mainaschaff II   1-7

Heute sind wir klassisch von einer stärkeren Mannschaft überspielt worden und waren letztlich chancenlos.

Eric 0:1 Er ist am Vormittag freundlicherweise mit Gehirnerschütterung für den fiebrigen Kilian eingesprungen, lag aber früh mit zwei Bauern im Rückstand und der Gegner spielte dies gemütlich und zügig zu Ende.

Fred 0:2 Nach der Eröffnung mit einem Doppelbauer auf f6+5  und einem Läufer auf g7 dahinter hinkte er dem Spiel hinterher und irgendwann kam überraschend die Nachricht von der Niederlage – vielleicht ist danach noch etwas „Größeres“ passiert.

Gerald 0:3 Er war in einer geschlossenen Stellung unvorteilhaft aufgestellt und der Gegner konnte im Mittelspiel die Bauernmehrheit auf dem Damenflügel erringen und entschied die Partie zügig für sich.

Hans-Jörg 0:4 Eigentlich fand ich ganz ordentlich gespielt zu haben – einen geopferten Bauern auf d4 genommen, verteidigt und dafür eine schlechtere Läuferstellung akzeptiert. Nach dem Tausch der Läufer offenbarten sich aber dann erst die wahren Probleme. Mit seinem Springer auf f6 gefolgt von einem Figurenopfer und De5 brach die Stellung dann kurzfristig zusammen. Es gab eine Verteidigungsoption mit Kf7-h8 um dem Doppelschach auszuweichen und dann das nächste dreizügige Matt verhindern zu können, aber das war auch nicht annähernd Gegenstand meiner Betrachtung. In der Analyse zeigt sich dann manchmal wie viel der Gegner über die Stellung weiß und wie weit er die Stellung im Gegensatz zu mir berechnen kann.

Tobias 0:5 Tobias tauschte im Mittelspiel in der falschen Reihenfolge ab, Jochen nutzte dies mit einem Damenangriff-Zwischenzug aus und konnte eine Figur erobern. Tobias versuchte im Angriff zu bleiben, was aber auch in einer Niederlage endete.

Yannik 0,5:5,5 Ein Lichtblick :-) es droht auf jeden Fall schon kein 0-8 mehr… Yannik kämpfte lange gegen Biancas isolierten d5-Bauern – teilweise 5-fach überdeckt fand das gesamte Mittelspiel um diesen Bauern herum statt. Am Ende war er mit einem Bauern weniger im Turmendspiel und konnte dies Remis halten.

Manuel 0,5:6,5 eigentlich sah es meines Erachtens lange remislich aus, aber als sich die Reihen lichteten, waren ein Bauer und eine Qualität weniger auf dem Brett. Der Gegner verwertete dies letztlich relativ einfach und als der letzte Bauer zum Umwandlung eingezogen war, gab Manuel den Kampf verloren.

Simon 1-7 Nach der Eröffnung als Schwarzer einen Bauern weniger aber dafür Gegenspiel und später mit der Rückeroberung. Im Endspiel glaube ich, dass der Gegner unkorrekt gespielt hat, denn die Aufstellung Lb2, Bc3 bei einem weißen Bauern auf c2 brachte einen Läufer der kaum mehr am Spiel teilnehmen konnte – der Gegner entschied sich aber trotzdem diesen „gefährlichen“ Läufer zu tauschen und so kam es zu einer Remisstellung.

[Hans-Jörg Gies]

 

2. Spieltag: Schweinheim I - Klingenberg II   4 - 4

0,5:0,5 Anton hat in einer ausgeglichenen T+D+S und je 6 Bauern Stellung früh eine Remisvereinbarung getroffen.

0,5:1,5 Heute wollte ich etwas zügiger zu Werke gehen, was mir auch gelang. Am Ende der Eröffnung hatte ich schon ein/zwei Tempi Vorteil, aber dann etwas unvorteilhaft mit e4 das Zentrum gesprengt und bin dauerhaft einem Bauern hinterhergelaufen. Anfangs gab es noch genug Gegenspiel, dafür aber nach zwei gewonnenen Tempi von Boris und anschließend einem Qualitätsgewinn war meine Stellung aussichtlos.

0,5:2,5 Manuel wollte, soweit ich das verstanden habe, als Weißer durch Grünfeldindisch mit vertauschten Farben zum Erfolg kommen, was sich aber relativ früh als wenig gewinnträchtig zeigte.

1,5:2,5 Fred hatte nach der Eröffnung einen Bauern mehr und zusätzlich sich nach und nach eine gute Zentrumsstellung erarbeitet. Nach e4 (mit Doppelbauer auf e5) drohte dann f4-f5-f6 mit aussichtsreichen Chancen gegen die gegnerische Verteidigungsstellung. Ob es so gekommen ist, weiß ich nicht – aber der Sieg kam bald.

2,5:2,5 Unser "Neuzugang" Schüssele kreierte zwei halboffene Linien und machte mit Ta8, Ta7 ordentlich Druck auf den rückständigen a-Bauern. Nach Schlagen und Tauschen waren dann bald 3 Mehrbauern daraus geworden. Die letzte Offensive des Gegners konterte Tobias mit Ta1 und fesselt die Db1 auf den König und der Gegner gab vollkommen berechtigt auf.

3,5:2,5 Simon zeigte eine tolle unklare Partie mit unglaublich vielen Möglichkeiten und einer guten Übersicht. Der gegnerische Bauer war bei ihm schon auf g2 eingedrungen, dafür im Gegenzug sein a6 Bauer sehr stark. Am Ende wehrte sich Peter sehr lange und versuchte selbst bei einer gegen zwei Damen noch eine Remisstellung zu erreichen, aber das ließ Simon nicht zu. Selbst in ca. 30 verschiedenen Analysen nach Partieende versuchten Boris und Peter bei optischem klarem Vorteil einen Gewinnweg zu finden, aber egal welche von diesen unglaublich vielen Abwicklungsvarianten sie wählten, Simon blieb immer obenauf.

Wir lagen in Front und konnten nun sogar auf ein kleines Wunder hoffen :-)

4:3 Eric zeigte, dass er langsam über das Jugendschach hinaus gewachsen ist. In einer für ihn schlechteren Stellung mit Minusbauern und rückständigem Bauern konnte er so abwickeln, dass er in ein Turmendspiel mit Bauern weniger ging. Dort meisterte er fast alle Hürden gut, mit Ausnahme dieses einen Momentes als der Gegner seinen Turm für umsonst hätte gewinnen können :-) Nach ca. 4 Minuten Bedenkzeit übersah er dies jedoch und so brachte Eric das bis zum Remis auf der Grundreihe zu Ende. Beim letzten wichtigen Zug (Stellung schwarz Kb4, Bauer b3, weiß Kb2) zögerte er zwar noch ein wenig, aber berechnete alles korrekt.

4:4 Kilian spielte die längste Partie des Tages, nicht aufgrund der Zuganzahl, sondern aufgrund der Bedächtigkeit mit der er und Nadja dies angingen. Zu Beginn des Mittelspiels konnte Kilian mit ein paar aktiven Zügen eine sehr ausgeglichene Stellung einnehmen. Leider beschränkte er sich anschließend auf viele passive Züge, was aber Nadja noch gar keinen Vorteil bescherte. Beim Stand von 4:3 war dann klar dass Sie gewinnen musste, was aber meines Erachtens die Stellung nicht hergegeben hatte. Sie besaß Druck auf der a-Linie und Kilian versuchte wenig Druck auf der für ihn halboffenen f-Linie zu verbreiten (leider). So ließ sich Kilian - der wohl Angst vor ihrem Springer hatte - hinreißen diesen auf der a-Linie abtauschen. Damit kam ihr Bauer auf die offene Linie und konnte obwohl immer noch kein Vorteil bestand, innerhalb von wenigen Zügen das Spiel direkt entscheiden.

Super Leistung - ein 4:4 erkämpft mit einem kleinen Wermutstropfen, denn hier wäre wohl sogar noch mehr möglich gewesen.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

1. Spieltag: Versbach I - Klingenberg II   5 - 3

Ein unglücklicher erster Spieltag nimmt seinen „vorherbestimmten“ Lauf: Zu den sechs Zusagen gesellten sich am ersten Spieltag leider acht Absagen und so mussten wir mit dem Paket von 0:2 starten – nichtsdestotrotz mit ziemlich viel guter Laune angereist und so ging es gut los.

0,5:2,5  Gerald war in einer untypisch ruhigen und ausgeglichenen Stellung unterwegs und nachdem er seine Ideen mit dem Bauernvorstoß auf g5 nicht umsetzte, endete seine Partie bald in einem Unentschieden.

1,5:2,5 Yannik drohte seinem Gegner nach der Eröffnung einen Bauern abzujagen und dieser verlegte sich ausschließlich auf die Verteidigung. Dadurch gewann Yannik anschließend die Qualität und zwei Bauern bzw. überspielte seinen überforderten 1700er Gegner komplett. Gut gemacht!

2,5:2,5 Manuels Gegner hatte wohl seine Rochade vergessen und Manuel setze zum Durchbruch im Zentrum an. Dieser schlug wohl durch und so war nach ca. 2,5 Stunden der Ausgleich hergestellt.

2,5:3,5 Nun kommt der eher tragische Teil des Tages zum Vorschein: Simon kam nach der Eröffnung nach dem Tausch von S/S/L mit einem Doppelbauer und Isolani in leichten Nachteil, besaß aber mit dem besseren schwarzfeldrigen Läufer genug Kompensation. Nach Opfer des Isolanis erreichte Simon mit schönem Gegenspiel die bessere Stellung und irgendwann tatsächlich den Vorteil. Sein Gegner musste den Turm opfern um überhaupt noch im Spiel zu bleiben und kam so in eine Stellung mit D+3 Bauern gegen Simons D, T+1 Bauer. Nachdem Weiß (leider der Gegner) seinen 40.ten Zug absolviert hatte verblieben Simon noch ca. 3 Minuten Restzeit. Leider vergaß er, dass es auch für den schwarzen Spieler sinnvoll ist seinen 40ten Zug zu absolvieren und so reklamierte der Gegner verständlicherweise auf Zeit und so rann der Sieg dahin.

3:4 Anton hatte ich vorher in leicht besserer Stellung das Remisangebot seines Gegners ablehnen lassen. Nachdem er leider bei einem Tausch in falscher Zugreihenfolge bedingt durch ein Zwischenschach dann die Figur gegen einen Bauern geben musste, raffte sich Anton auf und kämpfte sich mit einem Bauerngewinn zurück zu 5 Bauern gegen Springer + 3 Bauern und erreichte tatsächlich auch noch ein Remis.

3:5 Meine Englische Partie war sehr lange Zeit in der Remisbreite und als ich einen Bauern geben musste, konnte ich in ein ungleichfarbiges Läuferspiel abwickeln, in dem der Mehrbauer ein Doppelbauer war. Meine Stellung baute ich um zu einer Festung und wäre damit wohl auch fast erfolgreich gewesen, denn Hartmut war sich auch lange nicht klar, wie er hier überhaupt einen Gewinn erreichen sollte. Erst nach vielen Umstellungen und Ausnutzung aller Felder von seiner Seite wurde klar, dass meine Festung insgesamt ein oder zwei Felder zu wenig zum Manövrieren übrig ließen. Nachdem dann ein weiterer Bauerngewinn drohte und der Mannschaftskampf verloren war, gab ich auf, denn noch eine weitere Stunde in dieser aussichtlosen Lage um die Hoffnung eines Remis kämpfen, dafür fehlte mir an diesem Wochenende einfach die Motivation.

Fazit: Einfach schade, denn wir hatten es heute zu sechst verdient, einen Punkt aus Versbach zu entführen – leider hat dies nicht geklappt und so werden wir die Motivation der guten Leistungen mitnehmen, um bald die ersten Punkte einzufahren.

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

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