SKK1982 - Internetpräsenz des Schachklubs 1982 Klingenberg e.V. - Spielberichte II

Spielberichte II Saison 2017/18

 

4. Spieltag: Klingenberg II - Prichsenstadt I 4,5 - 3,5

Bis ich Moritz darüber informiert habe, dass sein Gegner gerne Remis spielt, meinte er schon, "das sieht heute nicht so aus". Man bedenke, dass Moritz als Weißer mit maximalem Königsangriff aufwartete und im 16.Zug schon seinen zweiten! Bauern auf f6 platzieren konnte. Nach 17.Lxh6 ohne Chance zurückschlagen zu können gab Schwarz direkt auf. 1:0

Tobias war heute mit ungewöhnlichen Maßnahmen unterwegs: einen Bauern auf e5, den man eigentlich unrochiert nicht schlägt, mit der Dame zu nehmen zwingt einen schon zu ein paar seltsamen Zügen. Nach einem Läuferopfer auf h2 gewann Thomas schon den Bauern zurück, mit der leicht vorteilhaften Stellung. Nicht lange danach stellte Tobias seine Schwerfiguren auch noch so unglücklich auf, dass nach einem Zwischenschach die Qualität verloren ging. Thomas spielte dies nun leicht herunter und glich zum 1:1 aus.

Fred war schon relativ früh im Endspiel Doppelturm + Springer + 8 Bauern angekommen und nachdem kaum Platz zum Agieren war, einigten sich die beiden früh auf Remis 1,5:1,5

Nino hatte leichten Feldvorteil im Mittelspiel. Dann kam es zum großen Abtausch und nachdem 5 Bauern Dame und Läufer gegen 5 Bauern Dame und Springer übrig geblieben waren, einigten sich die Kontrahenten auf Remis. 2:2

Bei mir war die Eröffnung etwas langsam und so lag ich im Mittelspiel etwas zurück und kam noch nicht zur Rochade. Nachdem Dieter seine Figuren etwas ungeschickt aufstellte konnte ich mit einer Gabel Figur gegen Bauern gewinnen, stand aber immer noch unrochiert im Zentrum und unter Druck. Nach vielen Zügen der Verteidigung konnte ich Gegenspiel generieren und nach dem erzwungenen Damentausch stand ich mit Turm gegen 2 Bauern mehr im Endspiel und konnte dies zu einem Sieg verwerten. 3:2

Simon an Brett 1 hatte mit Michael Ziegler den erwartet schweren Gegner. Nach einem soliden Aufbau war im Mittelspiel die Stellung etwas passiv, insgesamt war sehr wenig Raum für Figurenaufstellung und Michael konnte dies gut ausnutzen. Sein Bauer konnte bis auf e7 eindringen, seine Dame auf f7 und zusammen mit dem Turm auf g1 gab es sehr viel Druck auf Simons König auf h8. In der Analyse gab es wohl noch Gegenspiel und die Möglichkeit den Bauern zurückzugewinnen, aber in der Partie fand Simon diese Lösung nicht und musste die Segel streichen. 3:3

Nun liefen noch zwei Partien und es war klar, dass dies mindestens ein Unentschieden wird.

Yannik spielte eine solide schwarze Partie und sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit, um die Stellung zu spielen. In der Zeitnotphase konnte Yannik einen Bauern und anschließen eine Qualität gewinnen und ging mit Turm und 5 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern ins Endspiel. Nach dem Tausch Turm gegen Läufer konnte Yannik in ein gewonnenes Endspiel abwickeln und seinen ersten und auch verdienten Sieg in der Unterfrankenliga verbuchen! 4:3

Zum Schluss war Manuel noch am spielen. Nach der Eröffnung war er mit einem Minusbauern und ohne Rochade unterwegs. Im Mittelspiel hat er sich diesen zwar wieder zurückgeholt, um ihn anschließend im Doppelturmendspiel wieder abzugeben. Abschließend blieb nach dem Tausch von einem Turm nun ein Mehrbauer übrig. Da die Stellung von Manuel zu diesem Zeitpunkt schon so gut war, musste Schwarz auch seinen letzten Bauern geben und mit zwei Minusbauern auf a7 und b4 weiterkämpfen. Nach einer weiteren Stunde Spielzeit mit falsch eingeschlagenen Plänen ging erst ein Bauern verloren und anschließend die Partie ins Unentschieden. 4,5:3,5

Auch heute haben wir klasse gekämpft und wieder zwei Punkte gegen den Abstieg eingefahren – Super Teamleistung!      

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

3. Spieltag: Klingenberg II - Faulbach I 5,5 - 2,5

Es ging durch die falsch eingestellten Uhren mit ein klein wenig Verzögerung los, aber das tat der guten Laune mit unseren alten Freunden den Schachfreunden aus Faulbach keinen Abbruch.

Nach gerade einmal 30-40 Minuten bei meinem ersten Blick auf die Partien war bei Fred schon das Endspiel auf dem Tisch: Turm, ungleichfarbige Läufer und einen Bauern weniger. Da hilft es ungemein wenn der Gegner 5 Minuten später einen Turm stehen lässt. :-) 1:0

Simon konnte den ersten Angriffsbemühungen unseres ehemaligen Schachkollegen Zimmi standhalten und so gab es auch hier ein baldiges Remis. 1,5:0,5

Auch Tobias ließ sich von seinem ehemaligen Kollegen Paulo nicht hinters Licht führen und als ich gerade noch dachte: Mensch Paulo, noch nicht rochiert, ob das gut ist? Konnte Tobias mit Te1+ den König auf f8 treiben und nach Te7 war die Dame auf d7 mit der Deckung des Läufers auch b7 überfordert und so gab er gleich auf. 2,5:0,5

Das war nach ca. 1,5 Stunden ein perfekter Start in den Wettkampf und danach wurde erst einmal in Ruhe weiter gekämpft, bei uns um über die vier Punkte Hürde zu nehmen, bei Faulbach um aufholen zu können.

Nachdem mein Gegner kein Remis annehmen konnte, versuchte er die Stellung mit DTT und 6 Bauern zu verkomplizieren und hatte dauerhaft einen leichten Vorteil, aber als er dachte er kann einen Bauern gewinnen habe ich nach dem Turmtausch mit einem Zwischenschach meine Dame in Sicherheit gebracht und seinen verbliebenen Turm gewonnen. 3,5:0,5

Gerald konnte kurz darauf in einer Stellung mit je TTS und 7 Bauern ins Remis abwickeln und so war der Zwischenstand 4:1 erreicht.

Auch hier war wieder längeres Warten angesagt bis die nächste Partie fertig war und so war eine Weile nicht klar ob das noch für den Sieg reicht, denn die Partie von Manuel war unklar und kurz vor Beginn der Zeitnot investierte er noch einmal 6 Minuten um eine perfekte Abwicklung mit Dame bzw. Turmopfer zwei verschiedene Mattszenarien zu kreieren und der Gegner konnte dies nur unter Verlust einer Figur abwenden, bzw. ließ sich anschließend von der 30 Sec. Zeitnot so anstecken, dass er bei 30 Restminuten mitblitzte und mattgesetzt wurde. 5:1

Daraufhin ging auch Moritz' Partie zu Ende, in der der Gegner im Endspiel einen guten Springer gegen den passiven Läufer von Moritz nicht zum Vorteil verwerten konnte. 5,5:1,5

Yannik hatte in einem Doppelturmendspiel bei 7 Bauern einen Doppelbauer, später einen Bauern weniger im einfachen Turmendspiel und ich glaube mit einer Blockadeidee wäre hier auch ein Remis gut möglich gewesen, aber leider dachte Yannik, er könne den entfernten Freibauern schlagen und anschließend mit seinem König zu weit außerhalb vom Geschehen. 5,5:2,5

Unser erster Sieg in diesem Jahr ist perfekt und wir können zurecht sehr zufrieden sein mit den ersten drei Runden, in denen wir alles aus rausgeholt und eine Top-Performance gezeigt haben! Auf geht´s zur nächsten Runde!

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

2. Spieltag: Bad Königshofen I - Klingenberg II 5,5 - 2,5

Heute sind wir zu einer entspannten Partie Schach nach Königshofen unterwegs gewesen, die lange Fahrt fing schon mit zwei Stunden Schlaf für unsere U 17 Jugend an. :-)

Simon an Brett eins versuchte aktiv gegen Timo mitzuhalten brachte aber seine Dame auf h6 in eine passive Position. Timo konnte dies zweizügig ausnutzen, indem er mittels Te5 drohte über Th5 entweder die Dame zu tauschen oder auf h1 matt zu setzen. Einen Zwischenzug gab es noch, aber dieser bewahrte nicht vor der Aufgabe. 0:1

Gut ausgeschlafen konnte Kilian gegen Benny im Mittelspiel gut mithalten und eigentlich dachte ich. es wäre ein Bauerngewinn auf e5 möglich, aber Kilian hat dies wohl korrekter abgeschätzt und nicht zugeschlagen. Daraus resultierend ergibt sich dann ein seriöses Remis. 0,5:1,5

Als ich hier bei Yannik vorbeischaute dachte ich, das sieht doch gut aus TTD ca. 7 Bauern und 3 Figuren, aber oha, da fehlte eine bei Yannik – wo diese hingekommen ist, wird wohl sein Geheimnis bleiben oder er zeigt es uns bei der nächsten Analyse.

Tobias spielte eine solide Partie gegen FM Kräußling und konnte ihm einen Doppelbauern auf der f-Linie verpassen. Irgendwann konnte er diesen doch sehr aktiv über die e Linie auf f7 platzieren. Zum Glück kam Tobias nicht auf die Idee, diesen zu schlagen, sonst wären wohl der halbe Punkt verloren gewesen. 1:2

Freds Partie habe ich nicht gesehen, aber ein Remis gegen Roland Müller bedeutet gut gespielt! 1,5:2,5

Yannik kämpfte zwar lange, aber mit der Figur mehr spielte Gunther die Partie solide zu Ende. 1,5:3,5

Unglaublich, aber wahr - Manuel ist nicht in Zeitnot, sondern sein Gegner knapp an Zeit, das alleine verdient schon das Remis! :-) 2:4

Nachdem ich im Damengabit gut übers Mittelspiel gekommen bin, konnte ich nach dem Damentausch die offene Turmlinie besetzen. Gerd brachte aber seinen Springer und Läufer besser in Position und konnte nach einem Abtausch einen Bauern gewinnen und damit ins Turmendspiel gehen. Ich habe versucht aktiv dagegen zu halten und als er ca. 10 Züge später nicht die idealste Fortsetzung fand konnte ich mit einem weiteren Bauernopfer seine Bauernstruktur so weit zerstören, dass wir remisierten. 2,5:4,5

Am Ende blieb noch die spannendste Partie übrig. Zwei überaus aktive Spieler gegeneinander und Lutz konnte in der Eröffnung viel Druck aufbauen bzw. in der Folge zwei Bauern gewinnen. Gerald wollte noch einen dritten Bauern nachopfern, aber da schaltete Lutz sicherheitshalber einen Gang zurück. Gerald erreichte Gegenspiel und konnte die Partie offen gestalten. Nach dem 29. Zug war bei beiden noch eine Minute auf der Uhr. Lutz konnte mit Lc3+Dd4 den Bauern auf g7 (gegen den Kh8) fesseln. Nachdem dann noch sein Bauer auf f6 gefolgt von Te7 eindringen konnte war die Stellung hoffnungslos verloren. 3,5:4,5

Auch heute haben wir verloren und doch mit 2,5 Punkten wieder am Optimum gespielt und fahren zufrieden nach Hause!

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

1. Spieltag: Schweinheim I - Klingenberg II 5-3

Gegen Schweinheim 1 waren wir im Durchschnitt mit ca. 330 DWZ Punkten abgeschlagen und doch haben wir heute einen klasse Wettkampf abgeliefert.

Marianne war mit zwei Bauern gegen Nadja Berger hinten gelegen, spielte aber bis zum Einstellen einer Figur sehr gut mit. 0:1

Eric spielte sehr solide und war im Endspiel mit einem Minderbauer im Springerendspiel mit viel Gegenspiel und guten Chancen unterwegs, kreierte mit seinem aktiven König genug Druck und konnte das Remis halten. 0,5:1,5

Am Ende der Englischen Eröffnung stand ich etwas gedrückt konnte dann aber über f4 und Tc5 seinen schwachen Bauern auf e5 unter Druck setzen und war in dieser Situation sogar kurzzeitig mit einem Bauern mehr unterwegs, aber seine Türme hatten sehr gute Angriffsziele. Mit zwei Türmen und gleichfarbigen Läufern konnte ich das Spiel offen halten und nachdem ich meinen Läufer auf g6 platzieren konnte und damit auch Mattdrohungen im Auge hatte willigte Boris in ein Remis ein. 1:2

Yannik konnte in einer extrem geschlossenen Stellung lange mithalten aber irgendwann kam ein Bauerneinbruch über die h-Linie mit Mattangriff.1:3

Bei Fred sah es lange nach einem Remis aus. Aus beidseitig Dame und sieben Bauern wurde irgendwie 2 Mehrbauern aber schlechte Stellung. Nach seinem Gegenangriff über e3 hätte wohl f2 mit Schach geschlagen werden müssen um in einer unendlichen Dauerschachlösung zu enden. Fred wollte mit e2 (vielleicht ein wenig zu schnell gespielt?) aber zu viel, der Gegner gab mit Dd2 Schach, der Bauer war weg und der gegnerische Bauer umgewandelt. Schade. 1:4

Gerald war in einem Springer+Läufer und je 6 Bauern Endspiel unterwegs und konnte mit einer Fesselung einen Bauern gewinnen. Danach nahm das Unglück für seinen Gegner seinen Lauf und dann war es eine ganze Figur, die er dann sicher verwandelte. 2:4

Moritz spielte wie immer nach dem Motto "Wozu soll ich rochieren wenn ich doch einen Bauernsturm im Zentrum entfachen kann!?" :-)

Als sich am Ende die Reihen lichteten blieb Moritz mit drei Randbauern zurück und konnte einen davon ins Ziel bringen und so ging es in ein Endspiel Turm gegen 3 verbundene Bauern. Nachdem sein König hinter die Bauern kam, konnte Moritz den Punkt sicher verbuchen. 3:4

Manuel war lange in Zeitnot unterwegs, nach 21 Zügen waren nur noch 4 Minuten auf der Uhr und Manuel somit unter Druck.

Im Turm+Dame und 5 Bauern Spiel verteidigte er sich lange und nach einem Damenangriff Dg6 von Peter auf die beiden Bauern d3 und g4 hätte Manuel mit Df5 alles blockieren können, stattdessen wurde der Bauer auf a7 geschlagen und Peter konnte mit einem Turmopfer auf f2 sofort den d3 Bauer gewinnen und in eine locker gewonnene Stellung abwickeln. 3:5

Alles in allem ein sehr gutes mannschaftliches Ergebnis zum Beginn der neuen Runde. Auch wenn wir heute zwei Punkte verloren haben können wir sehr zufrieden sein, wir haben es Schweinheim schwer gemacht und sehr gute Partien gezeigt.

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

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