SKK1982 - Internetpräsenz des Schachklubs 1982 Klingenberg e.V. - Spielberichte II

Spielberichte II Saison 2019/2020

 

7. Spieltag: Amorbach I - Klingenberg II   5-3

Heute sind wir mit einer nominell starken Aufstellung angereist, aber der Spielverlauf hat dies leider nicht so wiedergegeben.

0,5:0,5 Simon war sehr früh in ein gleiches Mittelspiel eingetreten und Otto war als Weißer doch sehr bald mit einem Remis zufrieden.

1,5:0,5 Kilian hat sehr konsequent seine gute Stellung weiter ausgebaut, mit Qualitätsgewinn aus dem Mittelspiel dann einen Bauern auf die 6. bzw. 7. Reihe getrieben und locker zum Sieg umgewandelt, indem der Gegner noch eine Figur dafür gegeben hatte.

2:1 Anton war leider in Unkenntnis über die Wertungsstärke seines Gegners und willigte in einem für ihn vorteilhaftem Endspiel mit gedecktem Freibauern und Läufer gegen Springer in ein Remis ein.

2:2 Fred wollte heute gewinnen und lehnte ca. fünfmal das Remisangebot seines Gegners ab. Im Dame, Läufer und 5 Bauern Endspiel vergriff er sich leider und lief in einen Spieß auf König und Dame.

2:3 Gerald war über drei Stunden hinweg in der besseren Stellung mit Angriff. Mit Sicherheit gab es hier schon die ein oder andere Gewinnfortsetzung und unser ehemaliger Vereinskollege Erwin konnte da nur äußerst passiv reagieren, hat diese Phase aber überlebt. In seiner Zeitnot vergriff sich Gerald und statt einer Gewinnstellung stand die Aufgabe zu Buche.

2:4 Ich gab meinem Gegner die Möglichkeit mit seiner schwachen Zeit entweder eine Qualität zu opfern oder in eine Zugwiederholung einzulenken. Trotz noch ausstehender 17 Züge bei ca. 10 Minuten Restbedenkzeit wählte er diese Variante und fand jederzeit sehr sichere und gute Fortsetzungen. Trotz meines großen Zeitvorsprungs und Ausnutzung meiner Bedenkzeit konnte ich im 35. Zuge aufgeben.

2,5:4,5 Yannik rettete in einer verlorenen Partie ein Remis, da der Gegner mit dem Mannschaftssieg zufrieden war. Zuvor hatte er, anstatt mit einem Bauern weniger zu spielen, lieber die Dame gegen Turm und Springer getauscht, dann aber weniger Anteile am Spiel gehabt. Zwischendurch konnte er dann mit beiden Türmen auf die zweite Reihe eindringen und besaß einige Schwindelchancen, woraus er aber kein Kapital schlagen konnte.

3:5 Manuel hat über fünf Stunden seinen Gegner angegriffen und stand mit Qualitätsvorsprung und den drei Schwerfiguren um Lager des Schwarzen auf der 6., 7. und 8. Reihe. Eine Mattvariante gab es aber leider nicht und so konnte sich Schwarz dank seiner gut positionierten Dame in ein Dauerschach retten.

Somit ist ein möglicher Klassenerhalt in weite Ferne gerückt und wir stellen fest, dass auch hier mehr möglich gewesen sein dürfte, aber das begleitete uns mittlerweilen leider seit mehreren Spieltagen.

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

4. Spieltag: Klingenberg II - Großostheim I   4.5 - 3.5

0:1 Yannik stand im Mittelspiel als Schwarzer extrem gedrückt, ohne Optionen auf Gegenspiel. Irgendwann überrollte der Gegner die Stellung, erst eine Qualität, dann einen Turm mehr. Die Partie war dementsprechend früh zu Ende.

0,5:1,5 Antons Gegner hatte nicht rochiert und Anton konnte in der Folge einen Damentausch erzwingen mit sehr guten Springerfeldern. Leider griff er vollkommen fehl und stellte einfach einen Springer gegen Bauern ein. Zum Glück war die Stellung schon so gut, dass der andere Springer entweder einen zweiten Bauern mit Schach gewinnen konnte oder ein Qualitätsgewinn drohte, so einigte man sich auf Remis.

0,5:2,5 Ich selbst war im Benoni mit meinen Zügen zu langsam, hatte meinem taktisch extrem clever spielendem Gegner kein passendes Gegenspiel zu bieten und konnte nach 22 Zügen hoffnungslos zurückbleibend aufgeben.

1,5:2,5 Manuel hatte in der Eröffnung ca. 3 Tempi Vorteil, sein Gegner brauchte enorm viel Zeit, um mit dieser schwierigen Situation fertig zu werden und hatte zügig mehr als eine Stunde Zeitrückstand. Da die Partie überraschend gleichzeitig mit meiner zu Ende ging, habe ich nicht gesehen, was zum Schluss tatsächlich passierte. Wir werden dies am Freitag beim Weihnachtsblitz in Ruhe nacharbeiten :-)

1,5:3,5 Eckhard konnte am Ende der Eröffnung einen Freibauern gewinnen und mit D+2T+L gegen D+2T+S diesen lange verteidigen. Leider übersah Eckhard dann viel später einen Angriff von der jungen Dame und verlor direkt die Figur und gab die Partie verloren.

2,5:3,5 Abdalalim war in seiner gewohnten Art gleich im Angriff. Erhard verteidigte sich geschickt und es dauerte sehr lange bis Abdelalim mit h4, g5 und f5 die ungleich rochierte Stellungen intensiv unter Druck setzen konnte. Erst gewann er eine Qualität plus noch einen Bauern und es sah kurzzeitig auch nach einem Mattangriff aus. Letztlich war es nur ein Damentausch, vielleicht waren da die Finger zu schnell. Die Stellung war aber auch so gewonnen und er konnte wenig später zufällig mittels Th7 und Le4 den gegnerischen König auf Kh6 ins Matt zwingen.

Jetzt wurde es langsam spannend, denn die letzten beiden Partien neigten sich immer weiter zu unseren Gunsten.

3,5:3,5 Fred konnte beim Übergang ins Endspiel mittels Turmtausch einen Bauern gewinnen und mit Turm, Springer und 5 Bauern gegen Turm, Läufer und 4 Bauern geschickt manövrieren. Nach Tausch des letzten Turmes war der Springer erst ein wenig eingeklemmt, aber Fred konnte ihn mit einem tollen Opfer befreien und gleichzeitig einen weiteren Bauerngewinn drohen. Der Gegner konnte das Opfer aufgrund des dann unmittelbar folgenden Verlusts schon gar nicht mehr annehmen. Nach einigen Zügen war klar, dass mit dem zweiten Mehrbauern und Figurentausch Freds Stellung ebenfalls gewonnen war.

4,5:3,5 Gerald hatte im Mittelspiel eine schwierige Zeit zu überstehen. Mit je T+L+2S und 6 Bauern war durch seinen Doppelbauern die Stellung doch schwierig. Nina setzte ihn dauerhaft gut unter Druck und wollte den Vorteil auch ummünzen. Nach vielen Zügen und noch mehr Verteidigungsarbeit konnte sich Gerald mittels eines Bauerntausches etwas befreien und nachdem einiges getauscht wurde, verblieb Gerald mit Springer und 5 Bauern mit einem entfernten Freibauern auf der Vorteilsstraße. Nach langem Ringen konnte Gerald den König von Nina auf der falschen Seite halten und Sie musste den Springer für diesen Freibauern geben. Danach musste Gerald noch ein paar geschickte Verteidigungszüge folgen lassen, denn Nina wollte nicht klein bei geben. Irgendwann musste sie die Segel dann aber doch streichen und uns den Mannschaftssieg überlassen.

Beim letzten Mal hörte ich den Satz "Das hier ist keine Mannschaft!" - da habe ich heute etwas anderes erlebt.   

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

3. Spieltag: Klingenberg II - Schweinheim II   3.5 - 4.5

Brett 1 - Mirco: Ausgeglichene Stellung - Remis. 0.5 - 0.5

Brett 2 - Simon: Damengewinn durch Läuferfesselung und gewinnt. 1.5 - 0.5

Brett 3 - Manuel: Nach Zug Nr. 30 Qualität und 1 Bauer weniger. Nach Zug 41 wieder gut ausgeglichen, nur noch ein Bauer weniger. Am Ende verlor er. 1.5 - 1.5

Brett 4 - Fred: Nach Zug 23 ebenfalls Qualität und 1 Bauer weniger. Der Gegner gewann durch starken Angriff. 1.5 - 2.5

Brett 5 - Gerhard: Nach 21 Zügen ein Bauer weniger. Nach Zug 27 Bauernausgleich und remis. 2-3

Brett 6 - Kilian: Nach dem 40. Zug Freibauer auf der a-Linie von Weiß. Schwarz konnte jedoch den Freibauer halten. Remis. 2.5 - 3.5

Brett 7 - Eckhard: Nach dem 23. Zug einen Bauer weniger und eine schlechte Stellung, da der Turm des Gegners auf der 7. Reihe stand. Der Gegner gewann das Endspiel. 2.5 - 4.5

Brett 8 - Abdalalim: Nach dem 8. Zug bereits einen Mehrbauern und der gegnerische König musste auf c7 ziehen, die Rochade wurde dadurch verhindert. Aber nach dem 29. Zug hatte unser Spieler einen Bauern weniger, da zu ungenau gespielt. Am Ende gewann er jedoch. 3.5 - 4.5

 

[Anton Hennig]

 

 

2. Spieltag: Faulbach I - Klingenberg II   6-2

Am heutigen zweiten Spieltag musste wir leider wieder mit der Hypothek eines fehlenden Spielers antreten und lagen somit gleich mal 0:1 zurück.

0,5:1,5 Mirco war heute sehr schnell unterwegs. Zimmi hatte einen rückständigen Bauern auf d6, konnte diesen aber decken, indem er den Springer unangreifbar auf d4 einpflanzte. Dies war dem Weißen zu unbequem und er bot Remis.  

1:2 Fred war nicht minder langsam und remisierte in einer Turm-Turm-Springer-Dame und 6 Bauern-Stellung.

2:2 Nachdem mein Gegner nach zehn Zügen ungenaue und auch noch passive Züge einstreute, bzw. seine Figuren auf b2 und a3 nicht am Spiel teilnehmen, bekam ich Angriff auf seinen Königsflügel. Als er dann zusätzlich noch dachte, er könne mit seiner Dame auf h5 ziehen um einen meiner beiden Läufer auf h6 und h3 abzugreifen, hatte er übersehen, dass einer vom Tc6 gedeckt war und der andere ihn auf g4 einsperren konnte. Mit Dame gegen Figur weniger wollte er nicht weiter spielen.

2,5:2,5 Eckhard hat im Mittelspiel einen Bauern erobert und das Remisangebot seines Gegners abgelehnt. Im Turm-Springer-Endspiel konnte sein Gegner eine Gabel aufbauen, entweder Springertausch oder Bauernverlust und dann ging es doch friedlich Remis aus.

Bis dahin haben wir noch das Beste rausgeholt, aber die restlichen Bretter sahen bis auf Anton nicht gut aus.

2,5:3,5 Manuel hat im Übergang zum Mittelspiel einen Bauern eingestellt. Um dies zu kompensieren war er bereit, auf Aggromodus umzuschalten. Mit dem König auf h1 und Bauern g4+h4 ging Manuel voll auf Risiko. Paulo verteidigte dies sauber und konnte Manuel zum Figurenverlust und zum direkten Verlust zwingen.

2,5:4,5 Eine überraschende Niederlage erlebte Anton. Lange war er als Weißer passiv aufgestellt und musste die gute Bauernstellung seines Gegners auf e4 umschiffen. Das gelang ihm und die Partie war immer in der Remisbreite. Im 37. Zug stellte der Gegner einen Bauern ein. Einen Zug später hätte Anton noch direkt die Qualität schlagen können (dies wurde wohl nicht gesehen), um dann im 40. Zug noch anderthalb Minuten übrig zu haben. Leider vergaß er, dass er erst seinen Zug noch ausführen musste, um die Zeitkontrolle zu schaffen. Ganz hingebungsvoll ließ er in aller Ruhe die Zeit ablaufen und war über seinen Fauxpas doch sehr überrascht – das erinnert an Simon im letzten Jahr :-)

2,5:5,5 Abdalalim spielte eine sehr abwechslungsreiche Partie mit ungleich rochierten Königen. Der Angriff von Martin war stärker und so ging er mit zwei Mehrbauern ins Endspiel. Da Abdalalim sich tapfer verteidigte, tat sich Martin zwar lange Zeit sehr schwer dies umzusetzen, konnte aber zum Ende hin die richtigen Ideen finden, musste aber auch aufpassen, da Abdalalim sich auch bei Turm mit 2 Bauern gegen Turm mit 5 Bauern noch Schwindelchancen erarbeitete.

Letztlich war es eine verdiente Mannschaftsniederlage – unser Mitgefühl liegt bei Anton der wohl heute noch öfter mit dem Kopf geschüttelt haben dürfte.

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

1. Spieltag: Großwallstadt I - Klingenberg II   6-2

 

Ein etwas unglücklich hohe Niederlage am ersten Spieltag:

0,5:0,5 Fred bekam nach 20 Minuten Remis angeboten und da er sich nicht wohl fühlte, nahm er dieses auch an.

1:1 Yannik unterließ die Rochade um auf der halboffenen h-Linie Druck ausüben zu können. Danach einigten sich die Konkurrenten bald auf Remis.

2:1 Abdalalim konnte die Königstellung von Oliver gut aufhebeln und unter Druck setzen. Außerdem wehrte er alle Drohungen und Opfer ab und beendete die Partie mit einem zweizügigen Matt.

2:2 Eckhard wurde ein Remis angeboten, aber er hatte eine gute Stellung und lehnte ab. Leider schlich sich daraufhin der Fehlerteufel ein und so verlor er zwei Bauern im Dame + Läufer- Endspiel und die Partie war bald zu Ende.

2:3 Anton versuchte sich in einer komplexen Verteidigungsstellung als der Gegner mit einem Läuferopfer Dame und Bauer gegen Turm und Läufer herausspielen konnte. Die Stellung war weiterhin schlecht und so musste Anton bald die Segel streichen.

2:4 Manuel ließ die Dame des Gegners bei sich eindringen und versuchte diese einzusperren. Jedoch hinterließ dies eine seltsame Stellung mit ungewöhnlich gedecktem Doppelbauer auf c5 und c7 und dazwischen auf c6 ein Turm. Irgendwie konnte Manuel später mit dem Läufer auf d2 schlagen, ohne dass Manfred zurück nehmen konnte. Im Anschluss daran entwickelte sich ein starker Angriff gegen den weißen König. Manuel setzte nach und versuchte auf Matt zu spielen, unterließ die Abwicklung ins Dauerschach (was aber bei seinem Zeitmanagement angebracht gewesen wäre, spielen wir doch seit heute wieder ohne Zeitbonus). Nach Abwehr aller Drohungen und Tausch der Dame hatte er zwar eine Qualität mehr, doch Manfreds Freibauer war nicht mehr aufzuhalten.

2:5 Gerald kämpfte lange gegen den gegnerischen Bauernangriff – Dietmar hatte mit einem Läuferopfer den Weg frei gemacht und überrollte Gerald allmählich. Als die Bauern auf der 6. und 7. Reihe angekommen waren musste er alles an Material zurück geben und blieb mit 2 Minusbauern im Damenendspiel ohne Chance zurück.

2:6 im Mittelspiel stand ich stark unter Druck, konnte aber während meiner eigenen Zeitnotphase in ein Endspiel mit weißfeldrigen Läufern + Dame abwickeln. Nachdem meine vier Bauern auf Schwarz und Sindys Bauern auf Weiß standen, konnte ich gemütlich das Remisangebot ablehen und weiterspielen, tauschte die Damen und hatte alle Chancen auf meiner Seite. In dem Moment als ich mit einem erfolgreichen Dreicksmanöver des Königs ein Tempo gewinnen, den h-Bauern abgreifen und die Stellung endgültig in einen Sieg ummünzen konnte, gab Sindy freiwillig den f-Bauern. Warum auch immer zögerte ich nicht lange und entschied mich um, anstatt des f- den h-Bauern zu nehmen. Das war leider eine unkluge Entscheidung, denn ich hatte mir selbst den Rückweg versperrt, um den h-Bauern aufhalten zu können. Den Rest spielte Sindy souverän zu Ende und ich blieb verblüfft über unsere Niederlagenserie zurück.

 

[Hans-Jörg Gies]

 

 

 

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